Lebensraum der Kamele

Der natürliche Lebensraum von Kamele sind und bleiben nun mal die Wüsten.
Um hier zu überleben sind sie von der Natur bestens ausgerüstet.

Was sind eigentlich Wüsten?

Man spricht von einer Wüste, wenn in einem Gebiet durchschnittlich weniger als 250 mm Regen im Jahr fallen. Dadurch ist in diesen Gegenden die Vegetation den Umständen entsprechend spärlich, bzw. die vorkommenden Pflanzen haben sich der Region angepasst.
Es gibt verschiedene Arten von Wüstengebiete:

Heiße Wüsten:

Starke Winde sorgen für einen weitgehend wolkenlosen Himmel. Die Sonne brennt den ganzen Tag auf die Erde und verbrennt (fast) alles, was wachsen will.
Die Nächte wiederum sind kalt.

Kältewüsten:

In Hochgebirgen ist eine von den Gebirgen abgeschirmte Lage meistens für die Trockengebiete verantwortlich. Sie liegen so im Landesinneren, dass die Wolken meist schon an den Gebirgen abregnen und gar nicht bis zu den Kältewüsten vordringen können.

Schraffierte Felder = Wüstengebiete

Australien
Afrika     Asien/Europa     Süd-Amerika     Nord-Amerika
Gr. Victoria-Wüste     Sahara     Gr. Arabische Wüste     Petagonische Wüste     Große Senke
Große Sandwüste     Kalahari     Jordanische Wüste     Peruanische Wüste     Chihuahua
Simpson-Wüste     Namib     Takla Makan     Atacama     Mojave
Gibson-Wüste     Negev     Rub al Khali         Sonora
Kara-kum
Kysyl-kum
Gobi
Thar
Sind

Wüstenformen:

Salzwüsten:

Das Wasser, das aus den umliegenden Bergen herabsickert, verdunstet in der Hitze der Wüste. Die darin gelösten Salze kristallisieren und bilden steinharte Salzpflaster.

Felswüsten:

Begründet sind die Felswüsten von den, vor Jahrmillionen erfolgten, Gebirgsverschiebungen.
Die Trockenheit der Wüsten hat zufolge, dass es kaum Pflanzen gibt, die mit ihrem Wurzelwerk den verwitternden Boden festhalten können.

Sandwüsten:

Die wohl größten Wüsten sind die Sandwüsten. Die gewaltigen Sandmassen sind Verwitterungsprodukte von einstigen Gebirgen und Hochebenen, oder stammen von Meeresufern. Flüsse und Schlammfluten trugen den Sand in die Ebene. Auffällig an Sanddünen sind wohl auch die verschiedenen Arten der Gebilde die der Wind in die Landschaft malt. — Die Dünen.
Eine Düne entsteht:
Der Wind bläst über einen Sandhügel.
Langsam bildet sich eine Krone.
Die Dünenkrone kann dann zusammenbrechen.

Meist ist der Grund für den Sandhügel der letzte Baum oder ein totes Tier.
So vergräbt die Wüste alles unter sich und baut eine Düne drauf.
Viele Oasen und manchmal ganze Dörfer wurden schon unter Wanderdünen begraben.

Reihendünen:
Wo es viel Sand gibt und der Wind aus einer Richtung kommt, bilden sich diese Reihendünen.
Diese verlaufen im rechten Winkel zur Windrichtung.
Sicheldünen:
Wenn der Wind aus einer Richtung weht entstehen solche Sicheldünen. Der Sand wird an den Enden schneller transportiert als in der Mitte.
Sterndünen:
Wenn die Windrichtung häufig wechselt entstehen solche Sicheldünen. Vor allem in der Sahara kommt diese Dünenform sehr häufig vor. Sie werden bis zu 80 Meter hoch.

Aber wie können doch Menschen, Tiere und Pflanzen überleben?

Das Wichtigste in der Wüste ist Wasser. In Ansiedlungen werden mit großen Brunnen die Wasservorräte aus tieferen Schichten zu Tage gefördert.
In natürlichen Oasen tritt Wasser aus diesen tieferen Gesteinschichten hervor und hier wachsen Palmen und finden sich die Wüstentiere zur Tränke zusammen.
Wenn es dann doch mal regnet, blüht die Wüste auf. Die Pflanzen und Tiere haben sich so an die „unwirkliche“ Gegend angepasst, dass einige über sehr lange Zeit im Boden überleben können und erst bei Regen zur Fortpflanzung an die Oberfläche kommen.

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