Das Trampeltier

Steckbrief des Trampeltier

Gattung:
Klasse:     Säugetier (Mammalia)

Ordnung:     Paarhufer (Artiodactyla)

Unterordung:     Schwielensohler (Tylopoda)

Familie:     Camelidae (Kameliden)
Altweltkameliden
Kamele

Gattung:     Camelus

Art:     ferus

Unterarten:     Camelus ferus ferus (Wildkamel)
Camelus ferus bacrianus (Hauskamel)

Rassen:

Burjat-Mongolisches Trampeltier

Kasachisches Trampeltier

Astrachanisches Trampeltier

Verbreitung:

Wildform:
Wüste Gobi
(Zentralasien-China-Mongolei)

Hausform:
Klein bis Ostasien
Nordafrika

Lebensraum:

Trockensteppe, Halbwüste
Kältesteppe Innerasiens

Lebensweise:

Wildform:
In Familienverbänden.
Ein Hengst, mehrere Stuten und deren Nachkommen.
Meist weniger als 10 Tiere

Bestand:

Wildform:
fast ausgerottet.
Schätzungsweise noch wenige hundert Tiere

Hausform:
In Zentralasien schätzungsweise 2 Mio. Tiere

Nutzung:

Reittiere

Lastentiere

Zugtiere

Kriegstiere (wurden 1900 – 1904 und in beiden Weltkriegen eingesetzt)

Prestigeobjekt

Fell-, Fleisch- und Milchlieferant

Woll-Lieferant (Ertrag 5 bis 6,5 kg p/Tier/Jahr)

Kameldung als Brennstoff

Ernährung:

Blätter

Kräuter

Gras, harte Gräser

Zweige

Körperbau:

Schulterhöhe:1,80 – 2,50 Meter

Größe incl. Höcker: 2,30 – 3,00 Meter

Länge: 3,50 – 3,80 Meter (incl. Schwanz – 50 cm)

Gewicht: 450 – 750 kg

Anzahl der Zähne: 30

Höchstalter: 25 Jahre, in Menschenobhut bis 35 Jahre

Ausgewachsen: nach ca. 5 Jahren

Fortpflanzung:

Geschlechtsreife: nach 3-6 Jahren

Paarungszeit: Februar bis März

Tragezeit: 12-14 Monate (370-440 Tage)

Stehend gebährend

Eigenschaften:

läuft im Paßgang etwa 15 km/h

Lasten bis 250 kg können über Distanzen von 30-40 km pro Tag befördert werden

ertragen Temperaturdifferenzen von nahezu 80°C

ertragen Körpertemperaturschwankungen bis 7°C, erst danach setzt ein Regulationsmechanismus ein, wie zittern oder schwitzen

übersteht einen Wasserverlust von 40 % des Wassers aus dem Körper

kann bis zu 120 Liter auf einmal trinken

für Arbeiten im Gebirge und in den kalten Wüsten Zentralasien geeignet

In kalten Nächten kann die Körpertemperatur auf 34°C problemlos absinken

gutartig

Merkmale:

zwei Höcker groß und eng zusammenstehend

Die Hausform ist größer als die Wildform

gedrungener, kurzbeiniger als das Dromedar

schlanker Kopf

Nasenlöcher verschließbar mit nackten Rändern

langer Hals

rundlicher Körper

behaarte Oberlippe, tief gespalten

Fell vorwiegend wollhaarig und dicht.
Im Winter schützt dieses Fell vor Kälte.
Im Sommer fällt es in großen Büscheln aus.

lange Augenbrauen und Wimpern zum Schutz vor treibendem Sand (z.B. bei Wüstenstürme)

starke Behaarung an den Ohren

die Füße haben breite Sohlen und die Zehen sind durch Polster verbunden. So wird das Gewicht auf losem Untergrund verteilt und ein einsinken im weichen Sand verhindert.

einzigartiges Blutbild – ovale, rote Blutkörperchen, dadurch kann vom Blut der Wasserhaushalt optimal mitgeregelt werden

Wiederkäuer, gehören aber nicht zur eigentlichen Gruppe der Wiederkäuer

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