Was sich mit der Taufe entscheidet

Die Taufe ist für viele Menschen immer noch sehr wichtig. Sie bildet das erste Sakrament das ein Mensch empfängt. Mit der Taufe entschließt sich ein Mensch (oder vielmehr die Eltern für ein Kind) für eine Religion. Das Kind wird auf seinen Namen getauft und fortan teil der religiösen Gemeinschaft. In Deutschland ist dies meistens katholisch oder evangelisch. Je nach Religion ist auch der weitere Fortgang unterschiedlich. Evangelisch getaufte Kinder werden irgendwann Konfirmanten, während römisch katholische Kinder die Kommunion empfangen. Auch der Religionsunterricht in der Schule ist ein anderer. Sie teilen sich aber jeweils den Glauben an Gott.

Welche Rolle die Taufkerze dabei spielt

Bei der Taufe steht neben dem Täufling vor allem auch die Taufkerze im Vordergrund. Sie wird an der Osterkerze entzündet und steht für das Licht Gottes das auf den Getauften übergehen soll. Die Taufkerze symbolisiert das Licht der Hoffnung, der Weg aus dem Dunkel. Weil die Kerze so Symbolträchtig ist, wird sie häufig auch schön verziert, etwa mit dem Namen vom Täufling, oder religiösen Symbolen wie etwa der Taube. In der Regel wird die Taufkerze in der Familie auch viele Jahre aufbewahrt. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Familien daher für eine handgestaltete Kerze mit individuellen Verzierungen. Dadurch wird die Taufkerze zu einem echten Unikat und macht auch später im Regal im Kinderzimmer oder in der Vitrine noch etwas her. Sehr beliebt sind in den letzten Jahren vor allem Bilder des getauften Kindes welche an der Kerze mit Fotodruck angebracht werden, sowie natürlich auch den Namen in Wachsbuchstaben oder das Datum der Taufe oder Geburt. Eine solche Kerze ist ein ganz individuelles Unikat. Derartige handgemachte Taufkerzen von hoher Qualität kann man auch online bestellen.

Dekorativ und einzigartig

meinkerzenshop.de erstellt maßgeschneiderte Taufkerzen ganz nach den Wünschen der Kunden. Wenn es mal schneller gehen soll gibt es die Möglichkeit auf eine Express Anfertigung und Lieferung. Niemand muss also für die Taufe seines Kindes noch eine Kerze von der Stange kaufen. Wer handwerklich weniger Geschickt ist, muss die Kerze auch nicht selbst anfertigen, sondern kann dies den Profis von meinkerzenshop.de überlassen.

Hoffentlich die richtigen Laborgeräte parat?!

Wenn geeignetes Equipment grundsätzlich ist für gelungene Experimente

In den Naturwissenschaften ist man auf exaktes Eperimentieren angewiesen. Was wäre die Wissenschaft ohne empirische Belege? Gefäße, Brenner, Werkzeuge und das Arbeitsumfeld müssen dabei akurat passen, wenn das Experiment vernünftig vollzogen werden soll. Doch welche Unterschiede gibt es eigentlich unter den Laborgeräten?

So ausdifferenziert wie die Naturwissenschaften heutzutage sind, so vielfältig sind auch die unterschiedlichen Laborgeräte. Alleine zum zentrifugieren kann man bei marktrelevanten Anbietern bereits sechs verschiedene Modelle finden: Beispielsweise eine Tischzentrifuge, eine Kleinzentrifuge, oder sogar eine gekühlte Zentrifuge. Was dür den Laien auch interessant klingen dürfte, ist das sogenannte Ultraschallbad, welches zur Reinigung von kleinen hochempfindlichen Teilen genutzt werden kann. Oder aber das sogenannte Aräometer, mit dem die genaue Dichte einer Flüssigkeit gemessen werden kann. Alle diese Laborgeräte müssen selbstverständlich produziert und dann, recht banal und herkömmlich, über den freien Markt verkauft werden. Damit unterliegt dieser Teil der Wissenschaft den gewöhnlichen Wirtschaftsgesetzen von Angebot und Nachfrage. Was zwar für die Produktpalette der Laborgeräte trivial wirkt, aber bei näherer Überlegung durchaus einen interessanten Gedanken darstellt.

 

Mit der Profanität des Materialeinkaufs muss sich folglich jede Institution auseinandersetzen, die Laborgeräte zur Ausstattung von Laboratorien beschaffen muss. Denn man kann die intelligentesten und genialsten Forscher vor Ort haben – aber ohne geeignetes Equipment kann auch dieses qualifizierte Personal keine Höchstleistungen bringen. Schon gar nicht in Konkurrenz zu Forscherteams in besser ausgestatteten Umgebungen. In diesem Sinne gibt es also einen regelrechten Konkurrenzkampf auch in der Branche der Laborgeräte, denen sich die Wissenschaftler wohl oder übel auch stellen müssen.

Insbesondere die Feinheit und Genauigkeit der Produkte ist von entscheidender Bedeutung. Denn mit Laborgerätschaften, die quasie permanent die eigene Arbeit sabotieren, häuft man zwar einen Haufen Frust an, kann aber am Monatsende kaum Ergebnisse vorweisen. Außerdem erfordert die enorme Vielfalt der benötigten Laborgeräte eine industrielle Produktion, die auf Qualität und horizontale Breite der Produktpalette setzen kann. Schon alleine deshalb ist diese Teilbranche der deutschen Wirtschaft auf große und zuverlässige Produzenten angewiesen. Dementsprechend ist es auch keine große Überraschung, dass die großen Anbieter auch mit allen Regeln der Kunst der freien Marktwirtschaft um die Gunst der Kunden konkurrieren. So gibt es sogar Vertreter, die direkt die Forscherteams in den Laboratorien quasi in der Mittagspause über die Vor- und Nachteile spezifischer Laborgeräte informieren kann. Sehr bequem und zeiteffektiv auf Kundenseite.

In diesem Sinne halten Marketingstrategen natürlich alle Augen nach solchen Nischen der eigenen Produktion offen. Denn der Bedarf für Laborgeräte ist da, der Konkurrenzdruck allerdings im Vergleich zu prominenteren Disziplinen aber recht gering.

Der letzte Schrei

– Farbige Kontaktlinsen für Kamelaugen oder Katzenaugen

Zur Szeneparty, zu Karneval, oder einfach so für den Überraschungsmoment

Schrillige Outfits ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Dies kann in den verschiedensten Kontexten gewünscht sein. Auffallend auf einer Feier zu erscheinen, beim Karneval dem Spieltrieb beim Verkleiden freien Lauf zu lassen oder aber auch ganz privat den besten Freund mit einer Horrorfratze zu überraschen – es gibt zweifellos Situationen, in denen der Spaß die Mühe wert sein kann. Farbigen Kontaktlinsen kann dabei ein außerordentlich wichtiger Teil zukommen. Denn wo manche Menschen das Spiegelbild der Seele vermuten, sehen andere hauptsächlich den Charakter eines Gegenübers. Die Augen sind eines der bedeutendsten äußeren Charakteristika eines Menschens. Kann man sie verändern, verändert man sein Äußeres oftmals in einem weitaus größeren Maße, als mit anderen, aufwendigeren Accessoires. Hinzu kommt der Spaßfaktor mit ausgefallenen Farben oder Mustern auf der Kontaktlinse herumzulaufen. Nein, es ist unbestritten, dass farbige Kontaktlinsen einen festen Platz beim Verkleiden sicher haben.

Es gibt sie in einer Vielzahl von Variationen. Neben den klassischen, die der echten Iris nachempfunden vor allem natürliche und auffällige Augenfarben darstellen, auch Kostüm- oder Special-Effect-Linsen. So gibt es beispielsweise Kontaktlinsen, die die Augen bis auf die Pupille weiß erscheinen lassen – oder aber auch komplett schwarz. Es gibt auch Blutrote Linsen für den Vampirlook oder aber Linsen mit einem Aufdruck, beispielsweise den der Fahne des Lieblingsfußballclubs. Auch beliebt sind Kontaktlinsen im Reptilienstyle, die die Pupille als vertikalen Schlitz darstellen.

Neben diesen auffälligen Exemplaren gibt es aber auch, wie oben bereits angedeutet, natürliche farbige Kontaktlinsen, die zum Beispiel den Wechsel der Augenfarbe ermöglichen. Also etwas eher Unscheinbares, aber dennoch nicht minder Charakteristisches. Eine zusätzliche interessante Facette bei farbigen Kontaktlinsen ist die Möglichkeit, bei einer vorhandenen Sehschwäche eine entsprechende Stärkenausgleichung mitzubestellen. Dies hat den doppelten positiven Effekt, dass man neben dem coolen Outfit auch ohne die störende Brille scharf sehen kann. Wem das alles noch nicht spannend genug ist, der kann sich auch den außerordentlichen Sondermodellen zuwenden. Beispielsweise gibt es auch leuchtende Kontaktlinsen, die im Diskolicht aufleuchten – ein garantierter Hingucker!

Wer also sein Kostüm durch ein ausgefallenes Accessoire veredeln möchte, sollte über den Kauf von farbigen Kontaktlinsen einmal nachdenken. Es gibt in der Tat eine große Menge an Modellen, sodass für jeden etwas dabei sein dürfte.

Schutz vor der Sonne

Kamele leben in Wüsten. Soviel haben wir gelernt. Sie haben ihre eigenen Varianten sich vor der Sonnenhitze zu schützen. Doch wie schützen wir Menschen uns hierzulande, zu Hause?

Sonnenschutz ist wichtig. Nicht nur in sehr heißen Ländern sondern auch in Deutschland, wo es in heißen Sommern auch schon einmal bis zu 40°C heiß werden kann. Glück haben da alle die hinter dicken Wänden oder im Erdgeschoss wohnen. Hier kommt in der Regel nicht so viel Wärme an wie in Dachgeschoss-Wohnungen. Wer jedoch viele Fenster im Haus hat und diese auch entsprechend groß sind, kennt das Problem: Die Sonne strahl ungehindert in das Haus und erhitzt den ganzen Raum. Eine effektive Möglichkeit das zu unterbinden sind Außen Rollos für den Sonnenschutz. Der Vorteil davon ist, das sie schon vor der Fensterscheibe die Sonnenstrahlen abblocken können. Während bei Rollos, Plisses, Jalousien und Co. die Sonnenstrahlen erst noch die Scheibe passieren (und den Raum aufwärmen) und dann vom Sonnenschutz System gebrochen, bzw. abgemindert werden. Davon abgesehen sind Rolläden natürlich deutlich fester und dicker und bieten somit einen erheblich stärkeren Wärmedämmungsgrad als die leichten Stoffe von Plissees oder Rollos.

Sind keine Außenrollos vorhanden, oder es besteht einfach nicht die Möglichkeit welche nachzurüsten (etwa weil man Mieter und kein Eigentümer ist, oder schlicht die finanziellen Mittel fehlen) tun es auch innenliegende Sonnenschutzeinrichtungen. Um nicht nur das Sonnenlicht zu blocken, sondenr auch die entstehende Wärme, sind wohl Jalousien oder spezielle Wabenförmige Plissees, oder speziell beschichtete Rollos am besten geeignet. Jalousien bestehen aus festen Lamellen, beispielsweise aus Holz oder Aluminium, diese erzielen eine gute wärmedämmende Wirkung. Darüber hinaus kann man natürlich auch den Lichteinfall noch steuern, durch die Verstellung der Lamellen mit einem Bedienstab. Für Menschen die lieber Stoff vor den Fenstern haben möchten, gibt es wärmedämmend-beschichtete Rollostoffe, jedoch verdunkeln diese meistens auch den Raum und lassen nicht viel Spielraum für die Lichtregulierung. Wabenplissees hingegen lassen häufig das Licht noch durch und im inneren bildet sich ein isolierendes Luftpolster.

Es gibt also viele Möglichkeiten für einen effektiven Sonnenschutz, ganz nach den eigenen Vorstellungen und natürlich auch der größe des Portmonees.

 

Allgemeines über Kamele

Allgemeine Informationen:

Die einzigen heute noch lebenden Tiere der Unterordnung Schwielensohler sind die der Familie der Camelidae also Kamele, Lamas, Alpakas und Vicunjas.
Im Gegensatz zu den anderen heute lebenden Paarhufer treten die Schwielensohler mit der Sohlfläche des letzten und vorletzten Glieds ihrer mittleren Finger und Zehen auf, die Sohlenfläche ist mit dicken, federnden Schwielen gepolstert.

Kamele sind Wiederkäuer und haben daher ähnlich wie bei der Kuh, einen in vier Kammern aufgeteilten Magen.
In den ersten 3 Kammern werden die Zellwände der Futterpflanzen abgebaut und im letzten, dem Labmagen werden die Verdauungsproteine frei.

Der offensichtlichste Unterschied von Trampeltier und Dromedar sind die Höcker. Das Trampeltier besitzt zwei, das Dromedar ein Höcker. Entgegen der weitläufigen Meinung wird in diesem Höcker nicht Wasser sonder Fett angesammelt. Dieser Fettspeicher dient dem Kamel als Vorratskammer in „schlechten“ Zeiten.

Der Lebensraum der Dromedare sind vor allem die Wüstenregionen. In den Wüsten regnet es sehr selten und unvorhersehbar. Es herrscht eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit, so dass ein Arbeiter im Freien am Tag 15 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen muss, um den Wasserverlust auszugleichen. Die Niederschlagsmenge ist geringer als die Wassermenge die aufgrund der Sonneneinwirkung verdunstet.

Kreuzung von Trampeltiere und Dromedare:

Man kreuzt jeweils reinblütige Stammtiere, da die Mischlinge zwar größer und stärker sind als ihre Eltern, aber sie sollen untereinander unfruchtbar sein oder nur schwächliche Nachkommen hervorbringen.

 

Geschichte und Bedeutung:

In Nordamerika entwickelte sich vor über 45 Mio. Jahren aus den Paarhufern das Vorstadium der Kamele. …

» Die Altweltkameliden:
… Ein Teil dieser Gruppe wanderte vor ca. 3 Mio. Jahren von Sibirien und Alaska nach Asien aus und es entwickelte sich die Gattung des Camelus.

»Die Neuweltkameliden:
… Ein anderer Teil dieser Gruppe wanderte südlich nach Südamerika aus und es entwickelte sich die Gattung der Lama.

In dem Ursprungsland Nordamerika sind die Schwielensohler heute ausgestorben.

In Australien wurden in den Jahren 1860 bis 1907 ca. 1200 Dromedare eingeführt um bei der Erkundung der Zentralebene zu helfen. Nachdem überwiegend motorisierte Fahrzeuge eingesetzt wurden hat man die Dromedare einfach in die Wildnis entlassen. Heute leben einige Tausend Tiere in freier Wildbahn in Australien.

Die einzigen „wilden“ Kamele (Trampeltiere), die auf die Urform zurückgehen, leben in der Wüste Gobi und sind vom Aussterben bedroht.

Die Bedeutung von Kamelen bezogen auf die Lebensräume der Nomaden:

Egal welche Lebensräume der Nomaden in der Welt man sich näher anschaut, eine Gemeinsamkeit lässt sich immer finden: Trockene Gegenden welche nur in Flussnähe oder bei vorhandenen Brunnen überhaupt bewirtet werden können. Die sesshaften drängten sich daher um die seltenen Wasserstellen. Nach Zähmung von Schafen und Ziegen begann im mittleren Osten und in Zentralasien das erste Nomadentum. Die Hirten mussten ihre Tiere aber immer in erreichbarer Nähe von besiedelten Land führen.
Erst nachdem Packtiere gezähmt waren, welche in den Trockengebiete beheimatet sind und dadurch die weiten Trockengebiete durchqueren konnten, begann das eigentliche Nomadentum. Von diesen Nomaden wurden jetzt keine Felder mehr bestellt, sondern es wurden die Viehherden über das Land getrieben.

Die Grundlage des Nomadentums im mittleren Osten waren daher Kamel, Schaf und Ziege.

Lebensraum:

Kamele leben normalerweise in „extremen“ Gegenden, in Wüsten oder Halbwüsten. Sie leben heute in Gegenden zwischen Nordafrika und Zentralasien, in der Mongolei und Australien. Entsprechend der verschiedenen Arten können Kamele unter sehr heißen aber auch sehr kalten Bedingungen überleben (+ 50° C bis – 30° C). Aber auch in für Kamele „untypischen“ Gegenden, wie z.B. in Deutschland werden Kamele in Gefangenschaft gehalten. Dabei ist die Haltung nicht nur ausschließlich in Zoologischen Gärten, sondern auch immer mehr in privaten Aufzuchten möglich.

Fortpflanzen können sich in der freien Wildbahn nur Hengste, welche eine Stutengruppe erobern können. Der Kampf mit einem Rivalen um die Stutengruppe fängt meist damit an, dass die Hengste stundenlang im Gleichschritt neben einander hergehen. Bis es dann irgendwann zum Kampf kommt, der schlimmstenfalls sogar zum Tod des Unterlegenen führen kann.

Mit aufgeblasenem Hautsack, Schaum vor dem Mund und einem, die bedrohliche Pose verstärkendem, Gurgeln gehen die Hengste aufeinander los.
Bisse, Tritte, mit dem Hals ringen, alles kann sich stundenlang hinziehen. Die Hengste versuchen sich mit dem Hals oder durch Bisse in die Beine gegenseitig auf den Boden zu drücken wobei der Rivale manchmal hierbei erstickt.

Paarung:

Die männlichen Dromedare werden äußerst aggressiv und bissig gegenüber Menschen.
Sie gurgeln und blöken oder knirschen mit den Zähnen. Beim Gurgeln tritt gelegentlich der Brüllsack, das aufgeblähte Gaumensegel, aus dem Mund hervor.
In dieser Zeit ist der Speichel des Kamels schaumig und verteilt sich um den Mund, so dass er bei schnellen Bewegungen durch die Luft fliegt.
Im Nacken der Tiere befindet sich eine Drüse, die ein schmieriges, übelriechendes Sekret absondert.

Die Paarung erfolgt in der Regel im Liegen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren wird während der Trächtigkeit kein Mutterkuchen gebildet. Der Stoffaustausch zwischen Muttertier und Jungen in der Gebärmutter findet über die gesamte Außenwand der Embryonalhülle statt.

Es wird immer nur ein Junges geboren, welches nicht trockengeleckt wird.

Charakter

Kamele sind sehr nachtragend, wenn man es heute schlägt, kann es sein, dass es erst viel später zurücktritt, wenn man schon gar nicht mehr daran denkt.
Viele haben ihren eigenen Kopf. Bei Kamelrennen z.B. kann es sein, dass ein besonders eigenwilliges Kamel auch schon mal in die falsche Richtung rennt, oder sich lieber am Grünstreifen um sein leibliches Wohl kümmert als den anderen hinterher zu rennen.
Sonst sind Kamele an sich recht genügsam und, solange es nicht Paarungszeit ist, recht friedlich.

Lebensraum der Kamele

Der natürliche Lebensraum von Kamele sind und bleiben nun mal die Wüsten.
Um hier zu überleben sind sie von der Natur bestens ausgerüstet.

Was sind eigentlich Wüsten?

Man spricht von einer Wüste, wenn in einem Gebiet durchschnittlich weniger als 250 mm Regen im Jahr fallen. Dadurch ist in diesen Gegenden die Vegetation den Umständen entsprechend spärlich, bzw. die vorkommenden Pflanzen haben sich der Region angepasst.
Es gibt verschiedene Arten von Wüstengebiete:

Heiße Wüsten:

Starke Winde sorgen für einen weitgehend wolkenlosen Himmel. Die Sonne brennt den ganzen Tag auf die Erde und verbrennt (fast) alles, was wachsen will.
Die Nächte wiederum sind kalt.

Kältewüsten:

In Hochgebirgen ist eine von den Gebirgen abgeschirmte Lage meistens für die Trockengebiete verantwortlich. Sie liegen so im Landesinneren, dass die Wolken meist schon an den Gebirgen abregnen und gar nicht bis zu den Kältewüsten vordringen können.

Schraffierte Felder = Wüstengebiete

Australien
Afrika     Asien/Europa     Süd-Amerika     Nord-Amerika
Gr. Victoria-Wüste     Sahara     Gr. Arabische Wüste     Petagonische Wüste     Große Senke
Große Sandwüste     Kalahari     Jordanische Wüste     Peruanische Wüste     Chihuahua
Simpson-Wüste     Namib     Takla Makan     Atacama     Mojave
Gibson-Wüste     Negev     Rub al Khali         Sonora
Kara-kum
Kysyl-kum
Gobi
Thar
Sind

Wüstenformen:

Salzwüsten:

Das Wasser, das aus den umliegenden Bergen herabsickert, verdunstet in der Hitze der Wüste. Die darin gelösten Salze kristallisieren und bilden steinharte Salzpflaster.

Felswüsten:

Begründet sind die Felswüsten von den, vor Jahrmillionen erfolgten, Gebirgsverschiebungen.
Die Trockenheit der Wüsten hat zufolge, dass es kaum Pflanzen gibt, die mit ihrem Wurzelwerk den verwitternden Boden festhalten können.

Sandwüsten:

Die wohl größten Wüsten sind die Sandwüsten. Die gewaltigen Sandmassen sind Verwitterungsprodukte von einstigen Gebirgen und Hochebenen, oder stammen von Meeresufern. Flüsse und Schlammfluten trugen den Sand in die Ebene. Auffällig an Sanddünen sind wohl auch die verschiedenen Arten der Gebilde die der Wind in die Landschaft malt. — Die Dünen.
Eine Düne entsteht:
Der Wind bläst über einen Sandhügel.
Langsam bildet sich eine Krone.
Die Dünenkrone kann dann zusammenbrechen.

Meist ist der Grund für den Sandhügel der letzte Baum oder ein totes Tier.
So vergräbt die Wüste alles unter sich und baut eine Düne drauf.
Viele Oasen und manchmal ganze Dörfer wurden schon unter Wanderdünen begraben.

Reihendünen:
Wo es viel Sand gibt und der Wind aus einer Richtung kommt, bilden sich diese Reihendünen.
Diese verlaufen im rechten Winkel zur Windrichtung.
Sicheldünen:
Wenn der Wind aus einer Richtung weht entstehen solche Sicheldünen. Der Sand wird an den Enden schneller transportiert als in der Mitte.
Sterndünen:
Wenn die Windrichtung häufig wechselt entstehen solche Sicheldünen. Vor allem in der Sahara kommt diese Dünenform sehr häufig vor. Sie werden bis zu 80 Meter hoch.

Aber wie können doch Menschen, Tiere und Pflanzen überleben?

Das Wichtigste in der Wüste ist Wasser. In Ansiedlungen werden mit großen Brunnen die Wasservorräte aus tieferen Schichten zu Tage gefördert.
In natürlichen Oasen tritt Wasser aus diesen tieferen Gesteinschichten hervor und hier wachsen Palmen und finden sich die Wüstentiere zur Tränke zusammen.
Wenn es dann doch mal regnet, blüht die Wüste auf. Die Pflanzen und Tiere haben sich so an die „unwirkliche“ Gegend angepasst, dass einige über sehr lange Zeit im Boden überleben können und erst bei Regen zur Fortpflanzung an die Oberfläche kommen.

Körperbau des Kamels

Körperbau:

Eine der wichtigsten Eigenschaften ist sicherlich die Fähigkeit über längere Zeit ohne Wasser auszukommen. Entgegen der weitläufigen Meinung speichert das Kamel in seinen Höcker nicht Wasser, sondern Fett und Bindegewebe. Das Fett kann durch Sauerstoffaufnahme teilweise in Wasser umgewandelt werden. So kann das Kamel bis zu 40 kg Fett in seinen Höckern lagern und bei einer Nahrungsknappheit als Energiespeicher dienen. Höcker, die schlaff über dem Rücken hängen sind nicht etwa ein Zeichen von Durst, sondern von Bindegewebsschwäche.  Bei den Wildkamelen der Mongolei ist diese Bindegewebsschwäche nicht zu beobachten, diese Kamelgattung ist die einzige noch existierende Kamelart, welche auf wilde Kamele zurückgeht.

Der Wasserhaushalt wird aber nicht nur über die Höcker geregelt, sondern das Wasser wird gleichmäßig aus allen Körperflüssigkeiten entnommen. Kamel verfügen darüber hinaus über einzigartiges Blut. Bei keinem anderen Säugetier der Welt kommt das Blut mit Wassermangel, aber auch mit Wasserüberfluss, so gut zurecht, wie bei den Kamelen. Das Kamel kann auf einen Schlag 120 Liter Wasser trinken und die roten, ovalen Blutkörperchen werden einfach größer ohne zu platzen.

So können Kamele bis zu 40 % ihres Körperwasser verlieren ohne Schaden zu nehmen. (Beim Menschen wären 10 % schon lebensgefährlich, bei 12 % Wasserverlust erfolgt der sichere Tod durch Hitzschlag bzw. verdursten) Ebenso „spart“ das Kamel in seinem Wasserhaushalt dadurch, dass es erst ab ca. 40° Celsius ins schwitzen kommt.

Ebenso reagiert die Temperaturregelung der Kamele anders als bei allen anderen Tiere. Sie vertragen Körpertemperaturschwankungen bis zu 7 Grad Celsius ohne das die Regulationsmechanismen, wie z.B. schwitzen oder zittern, einsetzen.

Sobald ein durstiges Kamel die Witterung einer Wasserstelle aufgenommen habt rennt es kopflos geradewegs darauf zu.

Beine und Füße:

Kamele sind hochbeinig und Passgänger, daher haben sie keine Spannhaut zwischen Rumpf und Oberschenkel. An den Füßen befinden sich jeweils nur zwei Zehen, deren Vorderkante durch gebogene Nägel ( keine Hufschalen) geschützt wird.
Im Gegensatz zu den anderen heute lebenden Paarhufer treten die Schwielensohler mit der Sohlfläche des letzten und vorletzten Glieds ihrer mittleren Finger und Zehen auf, die Sohlenfläche ist mit dicken, federnden Schwielen aus Bindegewebe gepolstert.
Die Mittelhand und Mittelfußknochen sind jeweils miteinander zu einem Kanonenbein verwachsen. Die Unterarmknochen sind teilweise miteinander verwachsen. Am Schienbein sind noch Wadenbeinreste vorhanden.

Hand- und Fußskelett eines Kamels.
Der 1., 2. und 5 Zeh sind restlos verschwunden.
Vorhanden sind nur noch der 3. und 4. Zeh.

Diverse Hornschwielen befinden sich am Brustbein, an Ellenbogen, Handwurzel, Ferse und Knie.

Mund, Nase, Ohren, Augen, Hals
Die Oberlippe ist gespalten. Dies ermöglicht den Kamelen auch die letzten Blätter von noch so dornigen Sträuchern „abzuzupfen“, ohne das die Lippen verletzt werden.

Die Nasenlöcher sind schlitzförmig und können (z. Bsp. bei Sandstürmen) vollständig verschlossen werden.
Die Augen verfügen über extrem lange Wimpern und die Ohren sind stark behaart, auch dies schützt die Tiere vor eindringendem Sand.
Im Milchgebiss der Jungtiere sind noch 6 Schneidezähne vorhanden, im bleibenden Gebiss sind es nur noch die beiden äußeren. Die Eckzähne und Vorbackenzähne sind hakenförmig gebogen, die Backenzähne haben Höcker, die säulenförmig verlängert und von einer Zahnzement-Schicht überzogen sind.

Der Hals ist lang, geschwungen und sehr beweglich. Der Hals wird auch in den Machtkämpfen untereinander als starke Waffe eingesetzt. Ein Kamel ist also durchaus in der Lage mit seinem Hals einen Menschen umzuschupsen.

Medizinisch:

Erkrankungen:
Die häufigste Ursache von Erkrankungen, teilweise sogar mit Todesfolge, ist der Parasitenbefall.
Wurminvasionen, Milben, Bakterien, Viren und Hautpilze.
Maul- und Klauenseuche befällt auch Schwielensohler. Ebenso sind Kamele auch vor Tollwuterkrankungen, Lungenseuche der Rinder und Rinderpest gefährdet.
Herz-, Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen in Verbindung mit Bauchwassersucht sind ursächlich oft auf chronische Infektionen, Tumorausbreitung oder anhaltende Futterintoxikationen zurückzuführen.

Magen:
Kamele sind Wiederkäuer und haben daher, ähnlich wie bei der Kuh, einen in vier Kammern aufgeteilten Magen. In den ersten drei Kammern werden die Zellwände der Futterpflanzen abgebaut und im Letzten, dem Labmagen werden die Verdauungsproteine frei.

Sonstiges:

– kurzer und einfacher Blinddarm.
– keine Gallenblase
– die Penisscheide ist nach hinten gerichtet
– Körpertemperatur passt sich der jeweiligen Außentemperatur an und kann zwischen 34° und 41° Celsius schwanken.
– Dromedare durchlaufen embryonal eine zweihöckrige Phase, wobei allerdings Dromedar und Trampeltier nicht eindeutig EINER Urform zugeschrieben werden kann. Es muss also hier von zwei Arten gesprochen werden.

Das Trampeltier

Steckbrief des Trampeltier

Gattung:
Klasse:     Säugetier (Mammalia)

Ordnung:     Paarhufer (Artiodactyla)

Unterordung:     Schwielensohler (Tylopoda)

Familie:     Camelidae (Kameliden)
Altweltkameliden
Kamele

Gattung:     Camelus

Art:     ferus

Unterarten:     Camelus ferus ferus (Wildkamel)
Camelus ferus bacrianus (Hauskamel)

Rassen:

Burjat-Mongolisches Trampeltier

Kasachisches Trampeltier

Astrachanisches Trampeltier

Verbreitung:

Wildform:
Wüste Gobi
(Zentralasien-China-Mongolei)

Hausform:
Klein bis Ostasien
Nordafrika

Lebensraum:

Trockensteppe, Halbwüste
Kältesteppe Innerasiens

Lebensweise:

Wildform:
In Familienverbänden.
Ein Hengst, mehrere Stuten und deren Nachkommen.
Meist weniger als 10 Tiere

Bestand:

Wildform:
fast ausgerottet.
Schätzungsweise noch wenige hundert Tiere

Hausform:
In Zentralasien schätzungsweise 2 Mio. Tiere

Nutzung:

Reittiere

Lastentiere

Zugtiere

Kriegstiere (wurden 1900 – 1904 und in beiden Weltkriegen eingesetzt)

Prestigeobjekt

Fell-, Fleisch- und Milchlieferant

Woll-Lieferant (Ertrag 5 bis 6,5 kg p/Tier/Jahr)

Kameldung als Brennstoff

Ernährung:

Blätter

Kräuter

Gras, harte Gräser

Zweige

Körperbau:

Schulterhöhe:1,80 – 2,50 Meter

Größe incl. Höcker: 2,30 – 3,00 Meter

Länge: 3,50 – 3,80 Meter (incl. Schwanz – 50 cm)

Gewicht: 450 – 750 kg

Anzahl der Zähne: 30

Höchstalter: 25 Jahre, in Menschenobhut bis 35 Jahre

Ausgewachsen: nach ca. 5 Jahren

Fortpflanzung:

Geschlechtsreife: nach 3-6 Jahren

Paarungszeit: Februar bis März

Tragezeit: 12-14 Monate (370-440 Tage)

Stehend gebährend

Eigenschaften:

läuft im Paßgang etwa 15 km/h

Lasten bis 250 kg können über Distanzen von 30-40 km pro Tag befördert werden

ertragen Temperaturdifferenzen von nahezu 80°C

ertragen Körpertemperaturschwankungen bis 7°C, erst danach setzt ein Regulationsmechanismus ein, wie zittern oder schwitzen

übersteht einen Wasserverlust von 40 % des Wassers aus dem Körper

kann bis zu 120 Liter auf einmal trinken

für Arbeiten im Gebirge und in den kalten Wüsten Zentralasien geeignet

In kalten Nächten kann die Körpertemperatur auf 34°C problemlos absinken

gutartig

Merkmale:

zwei Höcker groß und eng zusammenstehend

Die Hausform ist größer als die Wildform

gedrungener, kurzbeiniger als das Dromedar

schlanker Kopf

Nasenlöcher verschließbar mit nackten Rändern

langer Hals

rundlicher Körper

behaarte Oberlippe, tief gespalten

Fell vorwiegend wollhaarig und dicht.
Im Winter schützt dieses Fell vor Kälte.
Im Sommer fällt es in großen Büscheln aus.

lange Augenbrauen und Wimpern zum Schutz vor treibendem Sand (z.B. bei Wüstenstürme)

starke Behaarung an den Ohren

die Füße haben breite Sohlen und die Zehen sind durch Polster verbunden. So wird das Gewicht auf losem Untergrund verteilt und ein einsinken im weichen Sand verhindert.

einzigartiges Blutbild – ovale, rote Blutkörperchen, dadurch kann vom Blut der Wasserhaushalt optimal mitgeregelt werden

Wiederkäuer, gehören aber nicht zur eigentlichen Gruppe der Wiederkäuer

Nutzung von Kamelen

Als Prestigeobjekt:

Bei den Beduinen bedeuten Kamele Reichtum. Je mehr Kamele eine Familie besitzt, desto reicher wird sie angesehen.
Sie gelten als Existenzgrundlage von Großfamilien und als Richtschnur der sozialen Ordnung. Sie gelten als Verhandlungsgrundlage der Hochzeitgabe.

In den arabischen Ländern ist das Kamel untrennbar mit den Beduinen verbunden. In der arabischen Sprache der Nomaden sind Kamele daher oft Gegenstand von Redensarten, Dichtungen und Weisheiten.

Als Zugtiere:

Zusammen mit anderen Zugtieren, wie z.B. Rind oder Esel bzw. allein werden Kamele zum ziehen von Lasten, zum Pflügen der Felder oder zum Ziehen anderer Bodenbearbeitungsgeräte eingesetzt.

Ebenso zur Wassergewinnung wie z.B. zum Wasserschöpfen aus Brunnen oder zum Wasserziehen in Bewässerungsanlagen.

Als Zugtiere werden bevorzugt kastrierte männliche Tiere eingesetzt.

Als Packtiere:

Lastdromedare können bis zu 150 kg über eine Strecke von 50 km pro Tag tragen. Auf kurzen Strecken können sie sogar 400 kg befördern.

In den trockenen Gebieten der Nomaden, ob arktische Tundra, die Wälder de Taiga, die Steppe oder die Wüste ist ein Nomadentum ohne die Mithilfe von Kamelen nicht denkbar.

Am bekanntesten wurde das Kamel wohl durch die sagenhaften Karawanen, welche sich mit gemütlichen 4 Stundenkilometer durch die Wüste bewegen. Durch Ruhepausen und der geringen Geschwindigkeit legen Karawanen im Schnitt 20 km pro Tag zurück. Mit den Karawanen wurden früher die Handelsgeschäfte in den Wüstenregionen erst übergreifend möglich.

Als Reittiere:

Reitdromedare können bis zu 80 km pro Tag zurücklegen, Renndromedare sogar bis zu 140 km pro Tag, wenn genügend Futter zur Verfügung steht und die Wetterlage es erlaubt. Mit Reitdromedare werden regelmäßig Wettrennen abgehalten. Wobei allerdings zu sagen ist, daß Dromedare da doch recht eigen sind. Es kann passieren, dass ein Tier nun mal einfach keine Lust hat zu laufen und so entweder stehen bleibt, sich am Rande lieber mit Fressen beschäftigt, oder einfach in eine andere Richtung läuft. Die Saison für Kamelrennen erstreckt sich von Oktober bis April. Über 40 Stundenkilometer können die besten Renndromedare laufen, in der Regel in einem Alter von drei oder vier Jahren. Renndromedare werden mit einem harten Training sowie mit spezieller Kraftnahrung aus Honig, Datteln, Eiern, Alfaalfa und Gerste zu Höchstleistungen gebracht. Reinrassige Siegerkamele erzielen beim Verkauf zwischen 400.000 und 700.000 DM. Das bisher teuerste Renndromedar wechselte für 3,1 Millionen Dollar den Besitzer. Die Jockeys, oft minderjährige Jungs, werden teilweise fest an dem Sattel-Ersatz festgebunden, nicht selten sogar mit Klebebändern festgeklebt.

Bei Wettrennen zwischen Kamel und Pferde gewinnt in der Regel das Pferd bei kürzeren Strecke, das Kamel ist aber ungeschlagen das bessere bei mehrtägigen Märschen.

Als Kriegstiere:

In Nordwestindien (Rasjasthan) gibt es seit 1845 das Bikaner Camel Corps, heute zugehörig zur indischen Armee. Einsatz fand diese Camel Corps u.a. in China 1900 gegen den Boxer-Aufstand und im Somali-Feldzug (1902 – 1904). Auch bei den beiden Weltkriegen wurden sie eingesetzt.

Ebenso in Ägypten gibt es Kamele im Militär.

Als Rohstofflieferant:

– Kameldung
….ein hervorragender Brennstoff

– Kamelurin
….morgens wärmen die Beduinen ihre Hände im Kamelurin und die Frauen waschen sich damit die Kopfläuse aus den Haaren. Neugeborene werden damit getauft.

– Kamelfelle
….haben keine wirtschaftliche Bedeutung und sind daher selten Handelsgüter

– Kamelleder
….ist wenig reißfest und sehr unergiebig. Dient meist zur Herstellung von Sandalen.

– Kamelfleisch
….bei Schlachttiere unter 5 Jahre ist das Fleisch mit magerem Rindfleisch vergleichbar. Abgesehen von den Höckern ist Kamelfleisch sehr fettarm, es ist grobfaserig und bei älteren Tieren sehr sehnig und trocken. Gefülltes Kamel ist ein beliebtes Gericht, hier wird ein junges (ca. 8 Monate altes männliches Babykamel) mit Lamm und Huhn gefüllt und mit Gewürzen in einer Grube ca. 2 Tage und eine Nacht gegart.
Kamelfleisch lässt sich zu Trockenfleisch, Würste oder Konserven verarbeiten.
Im Islam unterliegt das Kamelfleisch nicht dem Speisetabu, ganz im Gegenteil, durch den Verzehr von Kamelfleisch symbolisiert man sogar die Zugehörigkeit zu dieser Religion.

– Kamelmilch
….hieraus werden Käse, Butter und andere Kamelmilchprodukte hergestellt.
Beduinen kommen monatelang ohne Wasser aus, indem sie sich ihren Durst mit Kamelmilch stillen. Solange die Milch nicht abgekocht wird, dient sie als wichtiger Vitamin C-Lieferant vor allem in den Regionen der vitaminarmen Wüste.
Besonders ertragreich beim Melken sind die Kreuzungen von Trampeltier und Dromedar (Tulus)

– Kamelwolle
(Aussehen / Beschaffenheit / Ernte / Ertrag / Eigenschaft / Qualität / techn.Werte / Nachteile)

….bei der Verwendbarkeit des Kamelhaares muss man schon bei der Kamelart unterscheiden:

Das Haar der in den warmen Regionen lebenden Dromedare ist sehr grob und wird daher meist zu Teppichen, Schuhstoffen oder Filz verarbeitet.

Das Haar der in den „rauen“ Regionen beheimateten Trampeltiere hingegen besteht aus dem groben, langem Deckhaar (Grannenhaar) und dem feinen Flaumhaar.
Vom groben und langem Deckhaar kann Regen und Schnee gut ablaufen. Das feine Unterhaar schützt gegen Kälte und Hitze und wird daher gerne in hochwertigen Füllungen von Decken verwendet.

Bei den Angaben über die Menge der Feuchtigkeit, welche Kamelhaar aufnehmen kann ist in der verschiedenen Fachliteratur die Rede von 20% bis hin zu 45% des Eigengewichtes. Sicher ist aber, dass Kamelhaar ein noch größeres Wärmerückhalte- bzw. Abgabevermögen hat als Schurwolle und, dass die hygroskopische (wasseranziehende) Eigenschaft Kamelwolle so wertvoll macht für die exklusive Bettausstattung. Es schafft ein trockenes und stark antirheumatisch wirkendes Schlafklima.

Aus preislichen Gründen wird Kamelhaar meist mit Wolle gemischt.

Aussehen:
-Farbe: beige/braun
-seidiger, goldener Glanz
-von jungen Kamelen: naturblond, fast weiß
-gekräuseltes Flaumhaar (Unterhaar)
-je länger und feiner, desto besser und teurer
-seidiger, goldener Glanz

Beschaffenheit:
-die Haaroberfläche ist geschuppt
-weicher, geschmeidiger Griff
-Wolle von Jungtieren und Stuten ist feiner als von ausgewachsenen männlichen Tieren

Ernte:
-das Haar wird nicht geschoren, sondern büschelweise von den Tieren abgeworfen. Diese Büschel werden gesammelt und von dem groben Deckhaar (Grannenhaar) getrennt.

Ertrag:
-pro Tier ca. 5-8 kg Wolle/Jahr
-weltweit ca. 4000 Tonnen/Jahr

Eigenschaften:
-hohes Wärmerückhaltevermögen
-enthällt Wollfett (Lanolin) -ihm werden heilende Wirkung bei rheumatischen Schmerzen zugeschrieben
-stark strapazierfähig

Qualität+Feinheit:

-hängt sehr von einigen Faktoren ab:

– Geschlecht
– Alter
– Körperteil
– geographische Region – Lebensraum
– Rasse

techn. Werte:

Stärke
– 15 – 25 Mikron
– Durchmesser 20 – 50 Mikrometer
– Durchmesser 14 – 26 Mikrometer bei höchster Qualitätsstufe

Länge:
– 30 – 150 mm
– 50 – 60 mm – bei Deckhaare (Grannenhaar)
– 60 – 100 mm – bei Flaumhaare

Querschnitt
– rund bis oval
– innen teilweise hohl, besonders bei dünnen Fasern

Nachteile:
Wie bei allen tierischen Fasern ist die Gefahr, bei mechanischer Bewegung in flüssigen Elementen das die Wolle verfilzt (z.B beim Waschen)
Das Verfilzen begründet sich auf die schuppenartige Oberfläche der tierischen Faser. Bei Berührung mit Wasser quellen die Schuppenränder auf und treten aus der Faseroberfläche hervor.

Kurioses über Kamele

Traumdeutung:

Wenn man von einem Kamel träumt dann…..

Das Kamel repräsentiert zugängliche Ressourcen und Gehorsam gegenüber einem Grundprinzip, es ermahnt zu Geduld, Ausdauer und Durchstehvermögen, weil Sie damit die Probleme des Alltags am besten bewältigen und Erfolge erzielen.

Auch im Unbewussten ist es ein Lastenträger, es deutet an, dass Sie selbst in Zeiten bitterster Not und unter größten Schwierigkeiten die nötige Geduld und Kraft aufbringen, Sie lassen sich nicht entmutigen.
Viele Schwierigkeiten sind zu überwinden in Angelegenheiten, die Sie glaubten, erledigt zu haben.

Sie haben geträumt, dass…

  • … Kaufen Sie eins, werden Sie Reichtum und Lebenskraft durch außergewöhnliche Umstände gewinnen.
  • … Wenn Sie ein Kamel besitzen, dürfen Sie auf ertragreiche Unternehmen hoffen
  • … Sitzen Sie auf einem, bürden Sie die eigenen Pflichten einem anderen auf.
  • … Sehen Sie mit Lasten beladene Kamele, werden Sie nach einer großen Anstrengung belohnt werden.
  • … Eine Kamelkarawane durch die Wüste ziehen sehen heißt, Sie werden Unterstützung erfahren, wenn alles aussichtslos wirkt, oder wider Erwarten von einer Krankheit genesen.
  • … Sehen Sie Kamelhaare, werden die Geschäfte ins Stocken geraten.

Sprichwörter:

Somalisches Sprichwort:
Ein Kamelmann ist ein Mann,
ein Ziegenmann ist ein halber Mann,
ein Rindermann ist gar kein Mann.

Kamel-Museum:

Wer auf seinem Weg zufällig mal in Ulaanbaatar (Mongolei) vorbei kommt, der sollte unbedingt das dortige Kamel-Museum besuchen.  Näheres unter: www.mongolei.de